24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr

13./14.10.2017

Am Freitag den 13. Oktober war es soweit, der Berufsfeuerwehrtag bzw. die 24 Stundenübung der Jugendfeuerwehr startete. Um 18 Uhr trafen sich die 12 Jugendlichen im Feuerwehrmagazin. Zu Beginn erhielt jeder der Jugendlichen, wie ein „echter“ Feuerwehrmann, einen Funkmeldeempfänger zur Alarmierung der Einsätze. Danach bauten die Jugendlichen ihren Schlafplatz für die kommende Nacht im Saal des Gerätehauses auf.

Um ca. 19 Uhr ging es dann auch schon mit dem ersten Einsatz los. Einsatzstichwort war „Ölspur in der Marie-Curie-Straße“. Die Jugendlichen rüsteten sich aus und besetzten die Fahrzeuge. Am Einsatzort eingetroffen wurde den einzelnen Trupps ihre Aufgaben zugewiesen, welche die Jugendlichen dann nach und nach abarbeiteten. Nach dem ersten Einsatz war dann erstmal Vespern angesagt, damit alle für die kommenden Einsätze gut gestärkt sind.
Gegen 21:45 Uhr gab es den nächsten Einsatz für die Jugendlichen. Es handelte sich um eine Person, die Richtung St. Wendel mit dem Fahrrad gestürzt ist und dann einen Abhang nach unten gerutscht ist. Hierbei mussten die Jugendlichen überlegen wie sie die Person von unten nach oben bekommen. Mithilfe einer Leiter und viel Muskelkraft haben sie es nach einer Weile dann geschafft die Person nach oben zu holen.
Wieder zurück im Feuerwehrmagazin hatten die Jugendlichen Freizeit. Diese war allerdings um kurz nach 23 Uhr wieder vorbei, denn dann wurde zu einem LKW Brand in der Industriestraße gerufen. Die Jugendlichen mussten diesen Brand löschen, eine Wasserversorgung aufbauen und die Straße absperren. Um ca. 0:15 Uhr waren wir dann wieder im Feuerwehrmagazin. Jetzt hieß es erstmal schlafen und sich für den nächsten Tag ausruhen.
Um 5:30 Uhr war die Nacht dann wieder vorbei, denn es wurde ein Alarm für den Kindergarten in Hohebach abgegeben. Dort angekommen mussten die Jugendlichen allerdings feststellen, dass es sich um einen Fehlalarm, bzw. um einen mutwillig abgesetzten Alarm handelte. Also ging es wieder zurück nach Dörzbach um sich noch ein bisschen auszuruhen. Ca. 1 Stunde später, um 6:30 Uhr, ging schon der nächste Alarm los: „Brandmeldeanlage Firma Arnold“. Dort angekommen ging es erstmal zur Erkundung mit einem Angriffstrupp in das Gebäude, während der Rest der Mannschaft die Wasserversorgung aufbaute. Da es sich um einen Fehlalarm handelte war dieser Einsatz schnell abgeschlossen. Nachdem alles wieder abgebaut war, zeigte und Kommandant Norbert Hepp die zentrale Brandmeldeanlage und erklärte diese.
Um kurz vor 8 Uhr waren wir dann wieder im Magazin und es gab Frühstück. Während dem Frühstück haben wir uns Bilder von vergangenen Berufsfeuerwehrtagen angeschaut. Nachdem alles vom Frühstück beseitigt war, wurde auch schon ein Heuballenbrand bei den Birkenhöfen gemeldet. Nach diesem Einsatz wurde dann zuerst das LF frisch bestückt, sodass es wieder vollständig Einsatzbereit ist.
Um kurz vor 11 Uhr ging auch schon der nächste Alarm los. Diesmal hieß es „Verkehrsunfall- PKW gegen Baum“. Hier mussten die Jugendlichen eine Person aus dem Auto retten und durften das Auto mit den hydraulischen Rettungsgeräten bearbeiten. Hierbei hatten sie die Möglichkeit, gelerntes in die Tat bzw. Praxis umzusetzen.
Nach einem anstrengenden Einsatz hatten die Jugendlichen, und auch die Betreuer, sich ihr Mittagessen mehr als verdient. Nach dem Mittagessen ruhten sich einige noch ein bisschen aus oder haben die Sonne auf dem Hof genossen. Nach einer längeren Pause gingen um kurz vor 15 Uhr gleich zwei Alarme ein. Eine Türnotöffnung in Hohebach und ein Wasserrohrbruch in einer Scheune in der Alte Postgasse in Dörzbach. Das LF fuhr nach Hohebach und der GW-T fuhr den Einsatz in Dörzbach an. Dies waren beides Einsätze die in kurzer Zeit erledigt wurden, sodass die Jugendlichen nach einer dreiviertel Stunde schon wieder zurück waren.
Nach diesen Einsätzen mussten die Jugendlichen ihre Schlafplätze aufräumen und den Saal für den Abend bestuhlen.
Um kurz vor 16 Uhr traf sich dann auch die Kindergruppe, um an dem letzten Einsatz mitzumachen. Kurze Zeit später löste der Melder dann zum letzten Mal für den Tag aus. Mit insgesamt 4 Feuerwehrautos und dem Taxibus fuhren wir zu der Einsatzstelle an den Bahnhof. Für die Großen hieß es „Personensuche in einem verrauchten Gebäude“, während die Kinder die Aufgabe hatten eine „Wasserversorgung aufzubauen“ um ein kleines Feuer zu löschen und „auslaufende Gefahrstoffe“ aufzufangen. Nachdem alles abgebaut wurde durften die Kinder und Jugendlichen noch eine Runde mit der Jagsttalbahn fahren. Dies war für alle ein gelungener Abschluss des letzten großen Einsatzes.
Den Abend haben wir gemeinsam mit den Eltern und Geschwister der Kinder, im Rahmen unseres alljährlichen Grillabends, ausklingen lassen.
Insgesamt gab es für die Jugendlichen 11 Einsätze zu bearbeiten, welche fast die komplette Bandbreite der Aufgaben einer Feuerwehr abdeckte. Durch diese 24 Stunden Übung konnten die Jugendlichen ihr Wissen unter realen Bedingungen unter Beweis stellen und zeigen was sie bisher alles gelernt haben.
Wir bedanken uns bei allen Betreuern und Beteiligten für ihre Planung und Organisation, sowie das Bereitstellen von Grundstücken oder Gebäuden.